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SoundHouse & Friends brannten ein musikalisches Feuerwerk ab
6 Chöre begeisterten in der Sandhäuser Festhalle
von Thomas Hirscher - Sandhausen
Am letzten Samstag lud der SoundHouse-Chor aus Sandhausen zum zweiten mal zu seinem Liederabend in die Festhalle ein. Und war es im November 2007l ein 5-gängiges musikalisches Festessen, das der Chor seinen Gästen auftischte, so brannten die sechs Gesangvereine unter dem Motto „SoundHouse & Friends“ diesmal ein mehrstufiges Feuerwerk moderner Chormusik ab. Stufe 1: der KANONENSCHLAG. Als Gastgeber eröffnete SoundHouse das Spektakel und schickte gleich mal ein „Hallelujah“ (von Leonard Cohen) gen Festhallendecke, gefolgt vom französischen Papierflieger „Cerf-Volant“ einem wunderbaren Chanson aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Nachdem die 1.Vorsitzende Marianne Uhrich das erwartungsvolle Publikum begrüßt hatte, übernahm Christine Münkel das Mikrofon, um durch den weiteren Abend zu führen. Der Chor beschloss seinen Auftritt mit drei weiteren Titeln, darunter, als Welturaufführung, „Pinball Wizzard“ von The Who. Es wurde die zweite Stufe gezündet: das KNALLBONBON. Mixed Generation hatten den „weiten“ Weg aus Harthausen in Sandhausens Gute Stube gefunden. Die 30 Sänger und Sängerinnen überzeugten die Zuhörer mit schönen, ruhigen Balladen von Brian Adams („Everything I Do“), Billy Joel („Uptown Girl“), und Robbie Williams („Angel“), die sie gemäß ihrer Philosophie attraktiv und anspruchsvoll vortrugen. Der Lohn war lang anhaltender Beifall. Die dritte Stufe: das BENGALISCHE FEUER. Feurig war es in der Tat, was der Projektchor Belcanto den Gästen bot. Der Sandhäuser Chor hatte ein Heimspiel und wurde demzufolge vom Publikum mit vielen Vorschusslorbeeren empfangen. Und die 40 Frauen und ihre Frontfrau, Chorleiterin Anetta Stanewa-Gilbert, verdienten sich ihre Lorbeeren mit einem Auftritt, der die Festhalle rockte. Mit fetzigen Gospels brachten sie die Zuschauer zum Rasen und mussten selbstverständlich eine Zugabe geben. Dieser Frauenchor ist ein richtiger Ladykracher und eine wirkliche Bereicherung für die Sandhäuser Chorlandschaft. Nach der Pause wurde die vierte Stufe abgefeuert: der BÖLLER. Der Reilinger Chor Sing2gether entführte die Zuhörer mit Stücken aus den Musicals „König der Löwen“ und Hair zurück in die 1990er Jahre bzw. in die Flower-Power und Hippie-Zeit der späten 1960er. Der Gesangverein singt alles, was Spaß macht, und dass es dem Publikum Spaß machte merkte man am warmen Applaus. Die nächste Stufe war das BRILLANT-FEUERWERK. Und brillant ist das richtige Wort für einen Auftritt der Extraklasse des Ensembles finetunes aus St. Leon-Rot. Mit toller Mimik und Gestik sowie ausdrucksstarken Stimmen und eigenwillig interpretierten Songs von Michael Jackson („Black Or White“), Dave Brubeck („Take 5“), Billy Preston („You Are So Beautiful“) und dem lustigen „Kann man Frauen trauen“ von Hans Unterweger rissen die 11 Frauen und Männer das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin, aber erst nachdem es wieder den Mund geschlossen hatte, der vor lauter staunen weit offen stand. Da kann es sich der Dirigent Konrad Knopf auch schon mal leisten, während eines Titels die Bühne zu verlassen. Ein fabelhafter Vortrag einer fabelhaften Gruppe. Logisch, dass die „schönen Töne“ nicht ohne Zugabe abtreten durften.. Die sechste und letzte Stufe: die STERNSPRITZER. Wer sie schon 2007 in der Festhalle erleben durfte, wusste was ihm von den Rosa Kehlchen aus Heidelberg blühte. Die 15 Wunderkerzen boten wieder eine umjubelte Show mit bekannten Liedern, aber mit Texten, bei denen sich die Zuschauer vor Lachen den Bauch hielten. Wenn Dahlia Lavi wüste, was aus ihrem „Wann kommst du“ geworden ist! Erst nach vier Zugaben und mit einem letzten „Hallelujah“ durften die Rosa Kehlchen nach diesem spritzigen Auftritt die Bühne wieder verlassen. Der Chor bewies einmal mehr, dass die rosa Männerwelt gar nicht so blass ist. So schließt sich der Kreis. SoundHouse und seine Freunde sorgten für einen sehr unterhaltsamen Abend, der die notenreiche Palette der Chormusik den Zuschauern hörens- und sehenswert näher brachte. Eine dritte Auflage des Liederabends ist schon geplant.
     

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